Die Idee - Kulturpicknick
Ein Schloss für die Geliebte des Erzbischofs, ein romantisches Stelldichein in den königlichen Badeanlagen, Schlossgeister in der Kerkerbar, Celtic Folk im Rittergut, Licht und Lyrik in bäuerlichen Scheunen, Multikulti am Weserwall, Kunst im Kurpark, Mooras Tortenrezept, Silvester zur Spargelzeit, eine kleine Reise durch private Latifundien, Fisch & Chips in der Alten Kapelle, Theater zwischen Wollschweinen und Apfelbäumen. Das sind einige Resultate der ersten kulturellen Landvermessung vom Kulturnetz Mitte Niedersachsen e.V. Diese neue Veranstaltungsreihe ist offen für kulturelle Ideen zwischen Schlössern und Scheunen – jedes Jahr von Mitte Mai bis Ende Juni. Historisch bewahrend, zeitgenössisch kritisch, leise, laut, bunt und schräg. Wir wollen dazu beitragen, dass die Kultur einen größeren Stellenwert in unseren Köpfen einnimmt. Sie wird unsere Region lebendiger, lebens- und liebenswürdiger machen.
Carsten Niemeyer
Landliebe und Landlust
auf allen Kanälen – „das Land“ wird wieder einmal verschärft vermarktet. Besser ist es, wenn die Bewohner/innen des ländlichen Raumes das selbst in die Hand nehmen. Wenn sie sich auf Ihre lebendige regionale Kultur besinnen. Auf ihre Vielfalt, vom traditionellen Kunsthandwerk bis zur aktuellen Hochkunst, von der Architektur bis zur Esskultur.
Kultur spiegelt die reale Gegenwart mit künstlerischen Mitteln – auch auf dem Land. Sie darf nicht nur die Wunderpunkte, sondern muss auch die wunden Punkte zeigen. Kultur braucht die Auseinandersetzung, die Kommunikation und den Austausch der Kulturschaffenden untereinander, auch mit dem Kulturleben außerhalb. Ganz besonders auf dem Land. Dann wird sie zu einem Gewebe, das die gesamte Region nicht nur stärkt, sondern auch belüftet.
Dem Kulturnetzwerk in der Mitte Niedersachsens wünsche ich mit seiner anstiftenden Arbeit viel Erfolg – über die sieben Sonntage hinaus!
Wolf-Rüdiger Marunde, Cartoonist und Schirmherr der Veranstaltungsreihe